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Indien |
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Für Pferdeliebhaber ist
vornehmlich der Norden des indischen Subkontinents interessant und
dort in erster Linie Rajasthan. Die ältesten Kulturen im Norden
des heutigen Rajasthan existierten bereits vor der Hochkultur des
Indus-Tales. Die spätere Geschichte Rajasthans zeichnet sich
durch eine Reihe von Konflikten zwischen den Fürstenhäusern
aus. Die Rajputen führten auch Kriege gegen die Türken,
die Sultane aus Delhi und auch gegen die Mogule, die sich später
in Nordindien durchsetzten konnten. Zu Beginn der britischen Invasion
konnte sich die Region noch gegen die Kolonialmacht behaupten, doch
zu Beginn des 19. Jh. waren die Maharadschas gezwungen ihre Herrschaft
aufzugeben. Im Zuge der Unabhängigkeit wurde aus den 23 Fürstentümern
des alten Rajputana (Land der Rajputen) der Bundesstaat Rajasthan.
Der Bundesstaat Rajasthan liegt im Nordwesten Indiens an der Grenze
zu Pakistan. Auf einer Fläche von 342.239 km2 leben ca. 56.466.00
Menschen. Die Hauptstadt ist Jaipur. Die Landessprachen sind Hindi,
Englisch und Rajasthani, das erst vor kurzem den Status einer Landessprache
erhielt. Ein Besuch in Rajasthan ist ein Besuch in einem Pferdeland
der Extraklasse. Eine Kuh ist heilig, doch das Pferd göttlich,
heißt es schon in alten Schriften und die Rajputen sind ein
Reitervolk, dessen Kultur aufs Engste mit seinen Pferden verknüpft
ist. Die enge Verbundenheit der Marwaripferde mit der wechselvollen
Geschichte von Rajasthan macht die Reise auch zu einem Ausflug in
die Vergangenheit. Die Marwaris stammen aus dem ehemaligen Königreich
von Marwar (heute Jodhpur) und wurden als Abkommen der Götter
verehrt. Ein gutes Pferd war ein Zeichen von Reichtum und Ansehen
und nur der Kriegerkaste der Rajputen war es erlaubt, die großartigsten
Kriegspferde ihrer Zeit zu reiten.
Die Marwaris sind direkte Nachfahren dieser Kriegspferde, gezüchtet
um ihren Herrn in der Schlacht zu beschützen und ihn schnell
wie der Wüstenwind an jeden Ort zu tragen. Einst unentbehrlich
für die Kriegerkaste der Rajputen verloren die Marwaris durch
die Entmachtung der Fürsten durch die Briten zunehmend an Bedeutung.
Die Rasse war vom Aussterben bedroht und erst vor wenigen Jahren
begannen wenige adelige Familien in Rajasthan mit der systematischen
Zucht. Die exzellente Eignung der Marwaris als Distanz- und Trailpferde
unterstützt den Tourismus und damit auch die Zuchtprogramme.
Noch heute lassen die noble Haltung und Statur der Marwaris keinen
Zweifel an ihrer einstigen Bestimmung.
Entdecken Sie Rajasthan, seine Kultur, seine Menschen und seine
Geschichte zu Pferde!
Hier finden Sie Informationen zu indischen Pferderassen:
indpferderassen.pdf |
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Reit-Safaris in den Aravalli Bergen
– Rajasthan / Indien
Entdecken Sie Rajasthan, seine Kultur,
seine Menschen und seine Geschichte zu Pferde. Dieser Trail ist
eine perfekte Kombination zwischen Kultur und Natur. Er führt
zu einigen der interessantesten Sehenswürdigkeiten im südlichen
Rajasthan und in die fantastische Welt der Aravalli Berge, den ältesten
Gebirgszug der Welt. Einen Höhepunkt bildet der Besuch des
Kumbhalgarh Forts, gelegen auf einem der höchsten Gipfel der
Aravallis und einst eine der wichtigsten Festungen Rajasthans. Das
Gebiet um die Burg ist heute ein Nationalpark, bekannt für
eine der letzten indischen Wolfspopulationen und als Rückzugsort
für Leoparden und Dschungelkatzen. Der Ritt verläuft z.T.
durch den Nationalpark Kumbhalgarh, der auch für den letzten
zusammenhängenden trockenen Urwald bekannt ist. Er ist auch
Lebensraum für Lippenbären, Sambar- und Chittal-Hirsche,
Hanuman-Affen und ist Heimat für mehr als 200 Vogelarten, vom
kleinsten Kolibri bis zum majestätischen Pfau, dem Wappentier
von Rajasthan. Ein Highlight ist der Besuch des weltberühmten
Jain-Tempels von Ranakpur. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist
die Tempelanlage der ehemaligen königlichen Familie von Udaipur
in Eklingji. In Haldi Ghati kann das Chetak-Denkmal besichtigt werden,das
zu Ehren eines besonders tapferen Marwari-Pferdes errichtet wurde.
Es hat unter Einsatz seines Lebens das Leben seines Reiters gerettet.
Die genaue Geschichte lässt sich im Maharana Pratap Museum
erfahren.
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Reit-Safari Mewar Trail –
Rajasthan / Indien
Eine Reitsafari in Rajasthan ist auch eine
Reise in die Vergangenheit als Mann noch gegen Mann kämpfte
und Pferde einen hohen Stellenwert in der Gesellschaft hatten. Ein
gutes Pferd war ein Zeichen von Reichtum und Ansehen. Der Mewar-Trail
führt in die Malwa-Ebene östlich der Aravalli-Berge, die
landschaftlich sehr unterschiedlich ist zum Rest von Rajasthan.
Die Malwa-Ebene ist ein fruchtbares Flachland, das sich von Rajasthan
bis nach Zentralindien zieht und bis ins 19. Jahrhundert hart umkämpft
war. Rajputen, Mogule, Marathen und Afghanen schlugen sich hier
die Köpfe ein und bauten Forts, Burgen und Befestigungsanlagen,
manche sind heute noch zu sehen oder zu besichtigen. Der See Jaisamand,
der zweitgrößte Stausee Asiens, wurde bereits im 17ten
Jahrhundert von den Herrschern Mewars (Udaipur) angelegt und dient
der Stadt heute als Wasserspeicher. Die wilde Natur rund um den
Lake Jaisamand wurde bereits vor der indischen Unabhängigkeit
von den Maharadschas als Jagdrevier genutzt und später unter
Naturschutz gestellt. Die Landschaft der Malwa-Ebene ist äußerst
reizvoll mit vielen kleinen Seen und Waldstücken, die sich
mit trockener Savanne und kultivierten Flächen abwechseln.
Die Ebene, nur hin und wieder durch Felsspalten und Schluchten durchbrochen,
ist ideales Gelände zum Reiten. Diese Gegend ist touristisch
unerschlossen, hat aber manches verstecktes Juwel zu bieten, wie
die Tempelanlage von Jagat aus dem 9. Jahrhundert.
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Reit-Safari zur Pushkar Fair
– Rajasthan / Indien
Ein Besuch in Rajasthan ist ein Besuch
in einem Pferdeland der Extraklasse. Eine Kuh ist heilig, doch das
Pferd göttlich, heißt es schon in alten Schriften und
die Rajputen sind ein Reitervolk, dessen Kultur aufs Engste mit
seinen Pferden verknüpft ist.
Pushkar, in der Wüste Thar gelegen und kaum mehr als ein großes
Dorf, gilt den Hindus als heilig. Einmal im Jahr versammeln sich
hier die Pilger zu Ehren Brahmas und nehmen in der Vollmondnacht
ein Bad im See, das die Gläubigen von all ihren Sünden
befreien und die Wiedergeburt in einer höheren Kaste versprechen
soll. Der verschlafene Ort erwacht für einige Tage aus seinem
Schlummer und wird ein riesiger Rummelplatz. Die Pushkar-Fair ist
sicherlich eines der interessantesten indischen Feste, eine Mischung
aus Pilgerfest und Viehmarkt. Der Kamelmarkt ist noch immer einer
der wichtigsten Viehmärkte Indiens und findet außerhalb
auf den Sanddünen statt. Jedes Jahr werden ca. 20 000 Kamele
und 10 000 Pferde und Rinder gehandelt, die Käufer kommen aus
ganz Indien. Außerdem werden Pferde-, Kamel- und Wagenrennen
und Zuchtshows veranstaltet, in denen die besten Kamele und Pferde
prämiert werden. Das Pushkar Fest ist heute eines der prächtigsten
und interessantesten Feste Indiens und weit über die Landesgrenzen
hinaus bekannt. Es empfiehlt sich, ein paar Tage in Pushkar zu bleiben,
um die Darbietungen der Künstler, Artisten und Akrobaten zu
genießen und das bunte Treiben auf sich wirken zu lassen.
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